Exekutionsantrag

rd350
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Exekutionsantrag

Beitragvon rd350 » 29.09.2008, 11:52

Nach einer Rechtsberatung wurde mir empfohlen meine Exfrau auf 40h anzuspannen da die seit unserer Scheidung (2001) keiner Arbeit nachgeht mit der sie Geld verdient hat - sie ist Selbständig und schreibt jedes Jahr einen kleinen Verlust.

Nun habe ich vom Bezirksgericht einen Exekutionsantrag bekommen. Betieben von meiner Exfrau, vertreten durch einen Rechtsanwalt. Eingebracht werden soll 145,35 x 22 Monate, das sind die 145,35 welche ich seit 1.11.2006 weniger überwiesen habe und 12 x der selbe Betrag für die Zukunft 1.9.2008 - 31.8.2009.

Ich habe soeben beim Bezirksgericht angerufen und gesagt das einiges so wie es im Exekutionsantrag steht nicht stimmt. Z.b. steht das "ohne jede Grundlage" 145,35 zu wenig überwiesen wurden. Vom Bezirksgericht wurde mir gesagt das ich morgen zum Amtstag kommen soll um Einspruch zu erheben.

Jetzt meine eigentliche Frage:
Was ist bei der Formulierung des Einspruches zu beachten, gibt es dafür vielleicht Vorlagen?
Oder ist es doch besser das ganze mit einem Anwalt aufzusetzen?

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen,
Gerhard

werner
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Beitragvon werner » 29.09.2008, 12:16

alles, was mit einkünften aus selbstständiger tätigkeit zusammenhängt ist nicht so einfach....

morgen ist natürlich etwas kurzfristig - aber trotzdem sollten sie unbedingt mit allen unterlagen bei einem spezialisierten RA (http://www.anwaelte-sds.at/) rat einholen.

wenn die einspruchsfrist es zulässt, dann machen sie das in ruhe im laufe dieser woche und schicken sie danach ihre stellungnahme ans gericht. melden sie aber dem zuständigen RP, dass sie morgen nicht kommen können aber ihre stellungnahme schriftlich einbringen werden.
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rd350
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Beitragvon rd350 » 29.09.2008, 13:20

Hallo Werner,

erstemal vielen Dank für dir rasche Antwort.
Am Exekutionsantrag ist ein Stempel vom 23.9..2008, einer Einspruchsfrist ist nicht angeführt. Ich habe die Verständigung (RSb) am 26. im Postkasten gefunden und den Brief am 27. von der Post abgeholt. Am Kuvert steht "hinterlegt am 25.9.2008". Bei meinem heutigen Anruf beim Bezirksgericht wurde mir gesagt das man 14 Tage Zeit hat um Einspruch zu erheben. Leider hab ich nicht gefragt ab welchen Datum diese zu laufen beginnt.

Ich habe aber jedenfalls, wenn die Auskunft vom Bezirksgericht richtig ist, noch einige Tage Zeit für den Einspruch. Da ich damit keinerlei Erfahrung habe werde ich wie von Ihnen empfohlen mit einem Anwalt reden.

Vielen Dank,
Gerhard

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Beitragvon ein mann und vater » 29.09.2008, 14:01

üblicherweise ist die einspruchsfrist 14 tage nach zustellung, also nach dem 26.9.
so lange würde ich mir aber keine zeit lassen. :wink:

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Beitragvon werner » 29.09.2008, 14:35

wenn am brief (und bei der post) vermerkt ist, dass der brief am 25.9. hinterlegt wurde, dann läuft die frist ab diesem tag.

eine hinterlegung wird wie eine zustellung gewertet - wenn sich der empfänger 1 woche zeit lässt mit der behebung des schreibens, so ist das sein pech...

mit drohenden exekutionen ist nicht zu spassen :? - rufen sie sofort bei den anwälten an und vereinbaren sie einen termin...
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Beitragvon rd350 » 29.09.2008, 15:23

ich werde heute mal alle Unterlagen zusammensuchen und morgen einen Anwalt anrufen.

Danke,
Gerhard

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Re: Exekutionsantrag

Beitragvon dgt » 29.09.2008, 20:41

rd350 hat geschrieben:Nach einer Rechtsberatung wurde mir empfohlen meine Exfrau auf 40h anzuspannen da die seit unserer Scheidung (2001) keiner Arbeit nachgeht mit der sie Geld verdient hat - sie ist Selbständig und schreibt jedes Jahr einen kleinen Verlust.

Nun habe ich vom Bezirksgericht einen Exekutionsantrag bekommen. Betieben von meiner Exfrau, vertreten durch einen Rechtsanwalt. Eingebracht werden soll 145,35 x 22 Monate, das sind die 145,35 welche ich seit 1.11.2006 weniger überwiesen habe und 12 x der selbe Betrag für die Zukunft 1.9.2008 - 31.8.2009.

Ich habe soeben beim Bezirksgericht angerufen und gesagt das einiges so wie es im Exekutionsantrag steht nicht stimmt. Z.b. steht das "ohne jede Grundlage" 145,35 zu wenig überwiesen wurden. Vom Bezirksgericht wurde mir gesagt das ich morgen zum Amtstag kommen soll um Einspruch zu erheben.

Jetzt meine eigentliche Frage:
Was ist bei der Formulierung des Einspruches zu beachten, gibt es dafür vielleicht Vorlagen?
Oder ist es doch besser das ganze mit einem Anwalt aufzusetzen?

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen,
Gerhard


Einspruch ist VÖLLIG sinnlos. Besser mit Anwalt, weil Sie eine Exekutionsgegenklage erheben müssen, die auch formal nicht sehr einfach ist.

rd350
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Re: Exekutionsantrag

Beitragvon rd350 » 29.09.2008, 22:08

Einspruch ist VÖLLIG sinnlos. Besser mit Anwalt, weil Sie eine Exekutionsgegenklage erheben müssen, die auch formal nicht sehr einfach ist.


Vielen Dank für die Info!

Wünsche noch eine schönen Abend,
Gerhard


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